
» Schwule Sau ist eines der am häufigsten gebrauchten Schimpfwörter
Aufklärung durch Überzeugung
Schwule Sau ist eines der am häufigsten gebrauchten Schimpfwörter auf deutschen Schulhöfen. Genau wie blöde Schwuchtel, Kampflesbe, scheiß Transe usw.

Man muss sich in diesem Zusammenhang die Frage stellen, aus welchem Grund diese Schimpfwörter so gebräuchlich sind. Fragt man einen, der solche Titulierungen verwendet warum er gerade diese Formulierung benutzt hat, so bekommt man meist zur Antwort:"Keine Ahnung!" Wenn man dann weiter fragt, ob diese Person schwule Menschen persönlich kennt, so antwortet diese nicht selten: "Nein, bist du doof, Mann! Schwule sind scheiße!"
Aus diesem Umstand können wir die folgenden Schlüsse ziehen: Menschen die Schimpfwörter mit schwulem Kontext verwenden, glauben keine Schwulen zu kennen. Sie haben die absonderlichsten Vorstellungen bezüglich dieser Menschengruppe. Auf Grund ihrer Einstellung werden diese auch niemals von alleine das Bedürfnis haben, tatsächlich einmal zu prüfen, was es mit den Schwulen überhaupt auf sich hat.
Die generelle Antwort auf diese Thematik kann nur Aufklärung durch Überzeugung heißen.
Die meisten Menschen kennen sehr wohl homosexuelle Personen, sie sind sich diesem Umstand jedoch nicht bewusst. Einige haben sogar schwule Freunde, die sie sehr mögen, wissen dies aber oft nicht.
Wir setzen uns für die Interessen unserer Mitglieder ein. Wir kämpfen jedoch nicht für unsere Rechte, sondern möchten alle Menschen überzeugen durch: Allgegenwärtigkeit, argumentative Überzeugung und schlussendlich mit der Darstellung, dass Schwule und Lesben auch nur ganz normale Menschen sind und es keine Rolle spielt, welche sexuelle Ausrichtung ein jeder einzelne hat - Der Bäcker backt Brot, der Rechtsanwalt sucht nach Recht, der Müller mahlt Korn usw.
Unser Motto in diesem Zusammenhang ist: Wir sind alle 100% normal!
Es fällt einem selbst nicht immer leicht zu sagen:„Seht alle her! Ich bin schwul und 100% normal!“ Auch wenn Du dich das jetzt noch nicht traust oder nie trauen wirst, lass es einen anderen für dich sagen. Gib ihm jedoch die Rückendeckung einer starken Gemeinschaft!
Wir werden uns in der Gesellschaft nur Gehör verschaffen können, wenn wir eine große reale Gemeinschaft darstellen. Natürlich gibt es noch einige andere Organisationen, die die gleichen Ziele verfolgen wie wir. Keine jedoch bietet dir wahrscheinlich so viele verschiedene Möglichkeiten wie die GayUnion e.V. und ist in der Öffentlichkeit so präsent!
Je mehr Mitglieder die GayUnion e.V. hat, je mehr Business–Partner und Prominente werden sich zu unserem gesellschaftlichen Auftrag bekennen. Es geht nicht darum Toleranz für Schwule einzufordern, sondern darum, dass die sexuelle Ausrichtung eines jeden Menschen ohne Bedeutung ist! Dies ist ein generelles Bekenntnis, vor dem sich heutzutage niemand wirklich verschließen kann. Ist dieses Bekenntnis hunderttausendfach abgelegt, wird keiner mehr ein Schimpfwort wie schwule Sau benutzen, ohne, dass dieser Gefahr läuft als Idiot dazustehen!
In Deutschland leben mehr als 5 Millionen Menschen mit homosexueller Lebensausrichtung.
Frage dich nicht welchen unmittelbaren Nutzen Du von deiner Mitgliedschaft hast, sondern frage dich, in welcher Gesellschaft Du morgen als Schwuler leben möchtest!
Jeder kann aus dem Verein mitnehmen was er möchte, jeder kann sich einbringen wie er es möchte, jeder kann so viele Menschen kennen lernen wie er möchte, jedoch muss letztlich niemand irgendwas.
Als einzelner wirst Du nicht gehört. Schließ dich der GayUnion e.V. an! Deine Mitgliedschaft im Verein wird dazu beitragen unsere Gesellschaft langfristig zu verändern.
Lasst uns alle Kräfte bündeln und auf ein Ziel ausrichten! Es kommt auf jeden einzelnen an!
Weitere Informationen findest Du auch hier.
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Es ist ganz wichtig, sich zunächst selbst als Schwuler anzunehmen...
und stärkt dein Selbstvertrauen...
Dieses ist sehr wichtig, um deiner Umwelt zu zeigen, so bin ich...Basta
Natürlich sollte man(n) genau hinsehen, bei wem man(n) sich outet.
Ich für meine Person habe ganz sicher zu vertrauensseelig anderen von meinen Schwulsein erzählt und mir damit selbst geschadet.
Besonders schlimm war es auf der Arbeit, wo ich deshalb gemobbt wurde.
Ich bekam starke Depressionen, welche zu meiner Frühpensionierung
führte....heute könnte ich mich dagegen wehren, aber damals in den
70/80ziger Jahren war dies nicht möglich, wegen dem § 175 aus Hitlers Zeiten...
Ich fand erst wieder neuen Lebensmut in schwulen Selbsthilfegruppen!
Dort fand ich auch eine neue Aufgabe für mich, in dem ich jüngeren
Schwulen bei ihren Coming Out Schwierigkeiten half und mich auch öffentlich für uns Schwule einsetzte...
Es gäbe zu diesen Thema noch Vieles zu sagen, wichtig ist in jedem
Falle, sich nicht zu verstecken, sondern selbstbewußt aufzutreten.
Dies ist zwar nicht leicht, lohnt sich aber.
manFredo..."Neumitglied" bei der GayUnion, wo ich ein Forum und eine
Gemeinschaft gefunden habe, die ich früher gebraucht hätte!!!
In diesen Sinne : Weiterhin gutes Gelingen! DANKE, dass ich auch als älterer Schwuler bei Euch auf- und angenommen wurde :)))!!!
Artikel erstellt am 08.09.2008 von Benedikt





