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» Warum tuts weh?

Alles rund um Analverkehr


Das Thema Nr. 1 im Sexualleben eines homosexuellen Mannes ist wahrlich der Analverkehr. Es ist sozusagen der vaginale Ersatz. Bei den heterosexuellen Paaren üben etwa 17 % Analverkehr aus, während aber 42 % schon Erfahrungen gemacht haben; die Schwulen sind da wesentlich fleißiger mit 81 %. Nicht jeder mag also den Posex!

Dennoch kann man hierbei viel falsch machen. Immerhin ist der Darmausgang nicht für eine sexuelle Penetration ausgelegt, aber der Name Schließmuskel lässt vermuten, dass es sich um einen Muskel handelt und aus diesem Grund kann man ihn ja trainieren.

Es gibt viele Variationen von Analverkehr. Man kann sich am Schließmuskel massieren oder lecken, was überaus erregend sein kann, weil dort viele Nervenenden zusammenlaufen. Ebenso kann man es auch übertreiben und sich übergroße Gegenstände einführen, was allerdings sehr gefährlich ist und sehr viel Übung und Training erfordert. Theoretisch und mit viel Training kann man das Poloch auf über 15 cm dehnen, doch sind dann Inkontinenz und Nervenschäden die Folge. Und wer will das schon?

Doch warum tut es eigentlich weh? Nun, dazu muss man den Aufbau des Darmausganges kennen. Wenige wissen, dort gibt es nicht nur einen Schließmuskel, sondern etwa 20. Die genaue Anzahl kann man nicht genau sagen, da sie sehr klein und sehr verwachsen sind. Angeordnet sind sie in zwei Schließmuskelgruppen, die Äußeren kann man sehen, sie bilden die sogenannte Rosette. Die innere Schließmuskelgruppe kann man fühlen, sie liegt direkt dahinter. Und genau die sind es, die den Schmerz verursachen. Die Äußeren kann man bewusst steuern die Inneren dagegen öffnen sich nur bei äußerster Konzentration oder bei innerem Druckaufbau, was ja auch so sein muss, damit der Stuhlgang abgeführt werden kann.

Der Schmerz selbst ist dann eine Verkrampfung der inneren Schließmuskeln und Krämpfe tun nun mal weh. Wenn man zu tief eindringt, stößt man gegen die Darmwand und drückt mit dieser auf empfindliche Stellen im Bauch. Denn der Darm ist meterlang und nicht verankert, also kann man schnell Schmerzen haben.

Umfrage

Hast du bereits Analverkehr ausprobiert?
Wenn der Sexualpartner also eindringen möchte, sollte man versuchen, dagegen zu drücken, ohne den Po zusammen zu kneifen. Mit ein bisschen Konzentration und Übung wird es einfacher. Wichtig ist, dass man ausreichend Gleitmittel verwendet, um erstens das Eindringen zu erleichtern und zweitens um Verletzungen zu vermeiden, denn der Darm produziert keine eigene Gleitflüssigkeit im Gegensatz zur Vagina der Frau. Doch weitestgehend kommt es nur darauf an, wie weit man sich konzentriert, entspannt und geübt ist. Denk dran, Kondome schützen dich vor Infektionen!

Zur Unterstützung kann man auch ein Analspray benutzen, dieses kostet etwa um die 10 Euro und ist aus pflanzlichen Bestandteilen. Es betäubt nicht, sondern verhindert Verkrampfungen, ähnlich wie ein Sportgel. Es ist aber kein Wundermittel.

Man kann sich aber auch vorbereiten bevor man sich mit seinem Liebsten zusammen dem Liebesakt hingibt: Mit dem Finger etwas vordehnen, aber bitte die Hände gründlich waschen. Auch nach dem geschützten Analverkehr ist es ratsam, seinen Penis zu waschen um Pilzinfektionen zu vermeiden. Am besten man duscht zu zweit, ist ja auch viel schöner!

Führe dir auf keinen Fall kantige Gegenstände oder Obst/Gemüse ein, denn das ist unglaublich gefährlich. Das Verletzungsrisiko ist viel zu hoch und Darmrisse, Bakterieninfektionen, Schließmuskelrisse und andere Verletzungen können die Folge sein. Finger weg von Flaschen, durch die Flaschenöffnung entsteht ein Unterdruck und der Flaschenhals saugt sich fest, dann hilft nur noch eine gefährliche Operation.

Nach all den Warnungen und Erklärungen nun noch ein paar Synonyme für Analverkehr: Rosette versilbern, Schokostich, Schlammschieben, Analsonde legen, Arschgaudi und Hole-Stretching.

Bitte beachte in diesem Zusammenhang auch die Rubrik "HIV & Aids"!



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Artikel erstellt am 30.04.2009 von Martin


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