
» VIDEO: Der Christopher Street Day in Köln 2009
Das größte schwul-lesbische Open-Air-Event des Jahres
Mit den Startnummern 85 a und 85 b bewaffnet begannen unsere fleißigen Helferlein ab ca. 10 Uhr die Aufbauarbeiten an der Aufstellfläche
in der Mindener Straße in Köln Deutz. Langsam versammelten sich immer mehr Mädchen und Jungen sowie Frauen und Männer um den angemieteten Vereins-Truck und die Limousine unseres Geschäftsführers Sebastian, welche traditionell zu unserem CSD-Aufgebot gehört.
Die Stimmung war bereits von Beginn an bestens, obwohl man durchaus einige verschlafene Gesichter entdecken konnte. Bemerkenswert war die Vielzahl an Teilnehmern von überall her. So beglückten uns GayUnionler aus Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Thüringen und natürlich Köln und Düsseldorf. Sogar Claus (Claus14), der wieder einmal extra aus England anreiste, war mit von der Partie. Außerdem war der Frauenanteil weitaus höher, als bisher und als erwartet, was natürlich freudig aufgenommen wurde.
Man sah viele bekannte, aber auch etliche unbekannte Gesichter, welche den CSD als ihr erstes Event der GayUnion nutzten. Doch selbst unsere "Neulinge" waren keineswegs allein und gliederten sich schnell in die Gemeinschaft ein.
Während die Fleißigsten Boxen an den LKW zurrten, Banner aufhingen und der Limousine den letzten Schliff verliehen, verteilten wieder andere die eigens für
den CSD produzierten T-Shirts, Trillerpfeifen, sowie Flyer und Aufkleber. Und spätestens als die 5000 Watt Musikanlage gestartet wurde, zuckten auch dem letzten die Füße. Wir konnten es gar nicht mehr aushalten, endlich die cirka 4 Kilometer lange Strecke in Angriff zu nehmen.
Gegen 12 Uhr setzten sich die ersten Wagen in Richtung der linken Rheinseite in Bewegung. Da wir jedoch ziemlich weit hinten aufgestellt waren, das Beste kommt bekanntermaßen zum Schluss, hatten wir noch genügend Zeit uns bei der von Marcel gemixten Musik einzutanzen.
Und einige Minuten später machten sich unsere 145 Teilnehmer auf den Weg, die Menschenmassen mitzureißen und sie von uns zu überzeugen. Und auch wenn wir durch unsere hinten liegende Position auf einige erschöpfte Gesichter im Publikum trafen, haben wir es immer hinbekommen, ein Lächeln auf die Gesichter zu zaubern. Besonders Max (maxey) und Claus heizten dem Publikum und den restlichen GayUnionlern gehörig ein, während aus unseren Boxen erstklassige Musik donnerte. Die zwei am LKW installierten Nebelwerfer hüllten unsere Wagen zusätzlich in eine fulminante Kulisse ein. Alles in Allem waren wir so überzeugend und mitreißend, dass sich uns in etwa noch einmal 150 Menschen anschlossen und mit uns feierten. Doch wer denkt, dass es sich bei uns nur um Teenager handelte, irrt. Vom Kind bis zum Rentner feierte jeder ausgelassen mit.
Für a
usgesprochenes Aufsehen sorgte die weiße Stretchlimo. Sie war Publikumsliebling und beliebtes Fotoobjekt, welches durch ihre Hinausschauenden noch mehr an Glanz gewann. Auch einer gemeinen Wasserbombenattacke konnten diese mit einem Lächeln trotzen. Durch unseren überdimensionalen Luftballon waren wir selbst aus der Ferne bestens zu sehen.
Mit cirka 500 000 Zuschauern und 20 000 Mitwirkenden konnte der diesjährige CSD seine Führungsposition unter den deutschen Brüdern und Schwestern wieder einmal behaupten.
Gegen 17:30 Uhr erreichten wir dann, dank des guten Wetters reichlich durchgeschwitzt, die Abbaufläche in der Nähe des Kölner Doms.
Alle Mitfeiernden die ich erblicken konnte, beherbergten einen erschöpften jedoch zufriedenen Gesichtsausdruck. Wir holten das Beste aus Trillerpfeifen, Fahrzeugen und Menschen heraus und machten den CSD 2009 somit für uns und unsere Zuschauer zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Ein besonderer Dank geht zu guter Letzt an unsere fleißigsten Helfer: Holger (HollowMan07), der unseren LKW ohne Automatik und ohne Klimaanlage die vielen Stunden bei 30 Grad durch die enge Kölner Innenstadt zirkelte,
Sebastian, der dies mit seiner Limousine tat und zusätzlich noch Marius (Asprey), Arne (nero), Bene (bene), Claus und weitere, die für den Aufbau des LKW und der Soundanlage verantwortlich waren. Außerdem verdient Marcel für seinen erstklassigen Musik- Mix ein großes Lob. Vielen Dank auch an unsere vielen Wagenengel, die für Sicherheit sorgten und hier nicht zu vergessen auch ein großes Dankeschön an unsere vereinseigenen Paradeengel Kathi (kaju) und David-Florian (Shooting).
Ein besonders großes Dankeschön gilt außerdem unseren Sponsoren und zahlenden und spendenden Mitgliedern, ohne die die Teilnahme am CSD schwer möglich gewesen wäre. Und last but not least euch dort draußen, die ihr diesen Artikel lest und dabei wart und diese Parade für mich und alle anderen so unvergessen gemacht habt.
VIELEN DANK
Wir sehen uns alle auf dem nächsten großen Event des GayUnion e.V. und freuen uns darauf wieder viele neue Gesichter begrüßen zu dürfen!
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Artikel erstellt am 06.07.2009 von Martin
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