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GayUnion e.V. Newsblog
Startseite » Infos » Newsblog » Eine homosexuelle Deutschlandtour

» Eine homosexuelle Deutschlandtour

Die CSD Saison 2011 hat begonnen...

Immer wieder nach einem Christopher Street Day freut man sich schon auf den nächsten. Nun hat mit dem Beginn der warmen Jahreszeit auch in diesem Jahr die CSD Saison Einzug genommen und der GayUnion e. V. ist auf Deutschlandtour.

Am 05. Juni 2011 war es soweit, die erste CSD Parade an dem der GayUnion e. V. offiziell teilnahm, begann. In der Landeshauptstadt Düsseldorf des Bundeslandes Nordrhein – Westfalen versammelten sich zahlreiche TeilnehmerInnen, um den ersten Christopher Street Day mit dem Verein zu begehen. Nun folgen noch sechs weitere. Vor allem schaut man nach Köln und darf sich auf das Millionenevent, auf einen Mega-CSD, freuen.

Seit über dreißig Jahren gibt es ihn nun in Deutschland: den Christopher Street Day, aber auch international wird er abgehalten; durch die aufständischen Homosexuellen aus Amerika ist er entstanden. Ende der 60er Jahre wehrten sich Homosexuelle und andere Minderheiten gegen das gewalttätige Vorgehen der amerikanischen Polizei. Am 28. Juni 1969 kam es dann in der Christopher Street in New York zum Stonewall Aufstand. Es begannen tagelange Straßenaufstände. Und heute wird ein CSD in vielen Städten auf der ganzen Welt zum Gedenken an den Jahrestag des Aufstandes veranstaltet. Europas größter wird wohl wieder der Kölner CSD, der Cologne Pride, werden. Die Paraden, die bunt und fröhlich, ausgelassen und feierlich wirken (und sind), sind aber vor allem auch Demonstration. Nicht nur, dass ein Christopher Street Day meistens unter einem politischen Motto steht, zeigen wir Homosexuelle, dass wir Menschenkinder wie alle anderen sind.

Dass die TeilnehmerInnen gerne provozieren ist ganz klar, zeigen sie aber doch den anwesenden Menschen, wie sie eben nun mal sind: schillernd und facettenreich. Ganz wichtig an solchen Tagen: zum einen die Zuschauer, denn dass Homosexuelle unter sich geile Parties machen können, ist bekannt. Wer wir sind und welche Botschaft wir vermitteln wollen, müssen wir uns nicht untereinander vermitteln, sonder denen, die nicht akzeptieren können, dass Homosexualität keine Krankheit oder Behinderung ist.
Somit sind die Anwesenden wichtig, um zu erkennen, dass unsere Parties auch nicht anders sind als andere; dass sie sehen, dass wir Mitglieder der Gesellschaft sind, die es zu akzeptieren gilt. Aber auch wir Teilnehmer spielen selbstredend eine große Rolle: Umso mehr wir sind, in unserem großen Spektrum und unserer Vielfältigkeit, desto mehr beweisen wir, dass wir nicht wenige sind und uns nicht verstecken müssen.

Ganz klar, die Paraden sind immer Höhepunkte der Christopher Street Days, dabei zählen nicht nur diese; meistens gibt es im Vorfeld Kulturwochen und Straßenfeste. Wie auch bei dem Kölner CSD. Selbstverständlich: Jeder noch so kleine CSD ist wichtig, jeder kleine Teil ergibt ein Ganzes. Doch, je größer eine Veranstaltung ist, desto mehr Beachtung findet sie auch international. Dadurch, dass der Cologne Pride der größte in Europa ist, ist natürlich auch das Interesse an ihm sehr groß und seine Botschaft wird weiter getragen - und hoffentlich auch ganz bald in die Länder, in denen Homosexualität noch immer bestraft wird, so dass die Normalität unseres Anliegens auch dort erkannt wird.

Das Motto des diesjährigen des Christopher Street Day in Köln ist auch eines, das gern über die Grenzen unseres Landes hinausgetragen werden darf.

           Liebe ist so vielfältig wie das Leben. Jede Liebe hat den gleichen Wert.

          Liebe verdient stets Respekt. Und manchmal fordert sie auch Mut.


In diesem Sinne kann auch nur der GayUnion e. V. alle zu den coolen Veranstaltungen, Diskussionen und Lesungen in den verschiedensten Städten in Deutschland, oder sogar darüber hinaus, einladen.
Geht hinaus und verteilt Eure Liebe, öffnet Augen.

Vor allem würde sich der GayUnion e. V. natürlich freuen, wenn Ihr als Teilnehmer des GayUnion e. V. mitlaufen würdet - für alle. Zeigt, wer ihr seid, euren Stolz, eure Liebe, Euch. Und wer noch nie bei diesem Event dabei war, dem wünschen wir den Mut, dazuzukommen um die große Gemeinschaft im realen Leben zu demonstrieren.

Es lohnt sich in jedem Fall.


Elias F. M a l e r

Artikel erstellt am 15.06.2011 von Elias

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