» Loveparade 2010 - Ein Abschied für immer (?)
Eine bewegende Trauerfeier in Duisburg
Auch viele von uns waren auf der Loveparade. Zum Glück haben wir dort niemanden aus unserer Reihen verloren, aber wir trauern um die vielen, die es nicht geschafft haben und mit deren Freunden, Angehörigen und Hinterbliebenen.
31.07.2010 - Heute waren wir mit einigen GayUnion-Mitgliedern auf der Trauerfeier für die Opfer der Loveparade. Noch vor genau einer Woche waren wir um 17:00 Uhr, also
als das Horrorszenario im und am Zugangstunnel begann, unmittelbar am Tunnel, entschieden uns aber glücklicherweise diesen Bereich über einen ungesicherten Abhang zu verlassen und zur DJ-Bühne zu gehen... was für ein Glück!
Gegen 10 Uhr erreichten wir das MSV-Stadion. Was dort zu sehen war, war fast schon gespenstisch. Vor dem Stadion waren zwei riesige Übertragungswände aufgebaut worden, vor denen ca. eine Stunde vor Beginn der Trauerfeier einfach niemand stand. Schaaren von Hilfskräften der
Malteser, Johanniter, des Roten Kreuzes und von Polizei und Sicherheitkräften bestimmten das Bild, Trauernde waren - bis auf etwa 20-30 Personen auf dem gesamten Gelände nicht zu sehen. Als auch unsere Nachzügler um ca. 10:45 eintrafen, hatte sich dieses Bild nur geringfügig verändert. Vielleicht 100-200 Menschen warteten in den riesigen Arealen vor den Übertragunswänden und im Stadion hatten sich maximal etwa 1.500 Trauernde eingefunden.
Die Trauerfeier war daher schon irgendwie etwas seltsam in diesem fast leeren Stadion, jedoch z.T. sehr bewegend. Als für die Verstorbenen die 21 Kerzen angezündet wurden, wurde dieses gleichzeitig auch live im Stadion vollzogen. Hierfür hatte man ein riesiges schwarzes Kreuz aufgebaut, auf dem sich ebenfalls 21
Kerzen befanden. Die Trauerfeier endete mit einer wirklich stark ergreifenden Ansprache von Frau Ministerpräsidentin Kraft die mehrfach während Ihrer Rede mit den Tränen kämpfte.
Nach der Feier begaben wir uns noch einmal zum Unglücksort um dort Kerzen hinzustellen. Wir gingen zur Ostseite, wo weniger Trubel war, konnten jedoch von dort aus nicht bis an die Unglücksstelle herangehen, da diese für die Angehörigen der Opfer abgesperrt worden war.
Zum Glück waren auch Foto- und Filmaufnahmen der Trauernden dort untersagt, so dass die Menschen dort ungestört noch einmal Abschied nehmen konnten und soweit das möglich war mit ihren Gedanken ohne Störungen durch Sensationspresse und Schaulustige allein sein durften. So machten wir uns dann alle auf den Weg nach Hause.
Jeder für sich muss die Erlebnisse und das Geschehene auf individuelle Weise verarbeiten. Nach der Trauer sind unsere Gedanken nun vor allem bei den Hinterbliebenen der Opfer, den vielen Verletzten und allen, die wie wir, dieses schreckliche Ereignis mehr oder weniger gut und schnell verarbeiten müssen.
Wir sind sehr froh, dass niemand von uns oder unseren Freunden unter den Opfern und Hinterbliebenen ist und wünschen allen Betroffenen viel Kraft, das Geschehene zu verarbeiten und damit leben zu müssen einen geliebten Menschen verloren zu haben.


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er sagt doch nur mit wem er vor ort war...
@KirmesJunge Dirk!!! Wenn interessiert es ob du da mit deim Kirmesfanclub da warst aber du cheks ja sowieso nichts es sind 22 menschen ums leben gekommen und an das einzige wo du dran denkst ist an dein KIRMESFANCLUB meine fresse ne ne ne
Das war wirklich ein schreckliches Ereignis. Viele Menschen haben immer noch Probleme die Ereignisse auf zu arbeiten. Es gibt leider viele menschen die die keine Hilfe annehmen können. Aus den Verschiedensten gründen. Oft wollen sie Stark sein und denken das es ein Zeichen von Schwäche ist Hilfe anzunehmen. Oder Trauen es sich nicht Hilfe anzunehmen haben Angst drüber zu Sprechen. Ich kann wirklich nur jeden Raten wen ihr Hilfe braucht holt sie euch. Es gibt unzählige Angebote zurzeit in Duisburg und Umgebung.
Wir waren auch mit unserem Kirmesfanclub und mit Ingo&Matze aus GU am Sonntag am Güterbahnhof.Leider lag dort kein Kondolentbuch mehr aus.Also haben wir unsere Anteilnahme an einer Werbebande zum Ausdruck gebracht.Ich hoffe nur das die Verantwortlichen ihr gerechte Strafe bekommen werden.Ich halte es für Falsch alles der Polizei in die Schuhe zu schieben.Schuld haben einzig und allein nur Veranstalter und die Stadt.Polizei&Feuerwehr haben schließlich lange genug auf die Gefahren hingewiesen die ja vom Veranstalter aus reinster Geldgier Ignoriert wurden.
Mir persönlich fällt es sehr schwer meine Eindrücke und Gefühle zu den Gesehnissen Der Loveparade in Worte zu fassen. Selbstverständlich war auch ich mit einigen Freunden auf der Loveparade.
Einige von uns haben die Loveparade etwas früher verlassen. Da es einem Freund nicht so gut ging. Also standen wir dann da in Richtung Tunnel.. Links und rechts waren Wände, Menschen und geschrei. Ich habe gesehen wie die Menschen raus wollten. Versuchten die Wände die Treppen hoch zu kommen-Einfach raus. Aus meiner Sicht hat sich die Polizei total falsch verhalten. In einer Situation wie dieser ist es ganz klar, das man einen Polizisten mit seiner normalen Stimme nicht wirklich war nimmt. Ein Megafon hätte Leben retten können.
Wir selbst sind zum Glück alle raus gekommen ohne körperliche schäden.