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GayUnion e.V. Newsblog
Startseite » Infos » Presselounge » TOP-MELDUNG: Wahlen ohne Homosexuelle!

» TOP-MELDUNG: Wahlen ohne Homosexuelle!

Homosexuellen wurde Wahlrecht aberkannt

Die neuste Meldung aus dem Ministerium für Gesellschaftsformung erschüttert nicht nur Homosexuellen-Verbände und Vereine zutiefst, sondern ist ein regelrechter Schock in der Gesellschaft. Pünktlich zu den Landtagswahlen in NRW wurde, heimlich und von der Öffentlichkeit unbemerkt, homosexuellen Menschen das Wahlrecht aberkannt.

"Die Staatskassen sind leer und durch das hohe gesundheitliche Risiko, welches homosexuelle Männer und Frauen durch ihre Sex-Eskapaden und dekadenten Lebensstile tragen wollen der Staat und die Kommunen für die Kosten nicht länger aufkommen" so der Pressesprecher des MfG. "Die viele Aufklärungsarbeit habe ihre Wirkung verfehlt, im Gegenteil, man habe nur Partys und Sex im Kopf!" So wörtlich eine Mitarbeiterin des Ausschussgremiums des MfG.

Auch der überproportionale Anteil von Homosexuellen im Bankenmanagement soll dafür verantwortlich sein, dass die Wirtschaftskrise der letzten Jahre so unglaubliche Ausmaße angenommen hat. Der Verband der freien sexuellen Entfaltung  äußerte sich bedenklich zu den Entwicklungen. Derer Meinung nach ist dies nur der Anfang einer groß angelegten Hexenjagt auf Homosexuelle, ihnen das Wahlrecht abzuerkennen ist der Inquisitionsprozess der Demokratie mit anschließender Hinrichtung.

Weitere homophobe Gesetzesänderungen sind geplant, man wolle zum Beispiel die Versicherungsbeiträge der Krankenkassen für homosexuelle Männer und Frauen drastisch anheben, so heißt es.

Konservative Politiker sind sich einig, dass Homosexuelle der Gesellschaft erheblichen Schaden zufügen und dieser nichts zurückgeben. Sie bekommen keine Kinder, zahlen weniger Steuern und wollen immer mehr Rechte die ihnen einfach nicht zustehen. Der Geburtenrückgang in Deutschland hat ein nicht weiter tolerierbares Ausmaß erlangt und dieser Entwicklung muss nun endgültig ein Riegel vorgeschoben werden. 

Auf die Rückfrage des GayUnion e.V. im Ministerium, wie man ein Wahlverbot für Homosexuelle praktisch umsetzen möchte, wurde durch den Pressesprecher mitgeteilt: Es ist wie beim Blutspenden. Jeder Mann und jede Frau muss ab sofort vor dem Urnengang schriftlich bestätigen, nicht homosexuell zu sein. Weiter warnt der Pressesprecher: Falschangaben vor der Wahl können langjährige Haftstrafen zur Folge haben.

Wer diesen Text liest und empört ist soll Recht haben, denn genau so spielt es sich in vielen Ländern ab. Diskriminierung ist Gang und Gebe und Rechte für Schwule und Lesben noch lange nicht überall selbstverständlich. Dieser Artikel ist inhaltlich übrigens nicht völlig frei erfunden, nur spielt sich ein solches Szenario zu unser aller Glück in Deutschland nicht ab. Dies verdanken wir den vielen Initiativen, Bürgerrechtsverbänden und all den Schwulen und Lesben, die in den vergangen Jahrzehnten auf der Straße demonstrierten und für unsere Rechte eintraten. Sie haben unsere Rechte, welche wir heute als so selbstverständlich ansehen, hart erkämpft.

Das, was du hier liest, ist eine Situation, welche in Uganda oder im Iran ganz normal ist. Dort werden Homosexuelle nicht nur verachtet, sondern von den Regierungen sogar hingerichtet. Darum sei stolz auf das, was du bist und noch viel stolzer auf das, was du in unserem Land sein darfst.

Dieser Artikel ist ein kleiner und zugegeben sarkastischer Aprilscherz, der zum Nachdenken anregen soll. In dem Moment, wo wir aufhören für unsere Rechte einzutreten, werden wir diese verlieren. Nur zusammen sind wir stark, denn in jeder Demokratie kommt es darauf an ein großes Bündnis zu bilden.

Artikel erstellt am 01.04.2010 von Martin

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