
» Martin's (17) Coming Out
Ich fühlte mich allein, in Wirklichkeit war ich es aber nicht!
Aber ich war mit dem Gedanken nicht zufrieden. Ich fühlte mich unglücklich und allein. Ich wusste zu dem Zeitpunkt gar nicht, was ich wirklich suchte. Ich verabredete mich im Internet öfter mit Männern um mich auszuprobieren aber es fehlte mir noch etwas. Es verging noch eine gewisse Zeit bis ich die Lücke in meiner Seele bemerkte, es war die Liebe.
Während meiner Coming-Out-Phase kamen mir immer wieder Suizidgedanken. Ich war verzweifelt, wollte sterben; zumindest glaubte ich das damals. In Wirklichkeit wollte ich wohl wieder nur Aufmerksamkeit. Irgendwie befriedigte mich der Gedanke, dass ich sterben würde und alle anderen um mich trauern würden. Ich malte mir viele Male meine Beerdigung aus. Aber zum Glück habe ich mich das niemals getraut. Ich denke es ergeht vielen so, irgentwie denkt wohl jeder mal an sowas.
Es kam die Zeit, da sprach ich mit meinem Umfeld über meine Homosexualität.
Die Reaktionen darauf waren zu meinem Erstaunen positiver, als ich dachte. Klar gab es welche, die es am Anfang erst gar nicht glauben konnten bzw. wollten. Und es gab auch welche, die es schon wusste und happy waren, dass ich endlich meinen Mann dazu stehe.
Irgentwann fand ich dann auch meinen Freund. Er ist lieb zu mir und steht an meinerm Seite. Manchmal vergucke ich mich immernoch in einen Jungen aus meinem Umfeld oder meiner Klasse. Dann habe ich oft ein schlechtes Gewissen. Aber es gehört mehr dazu, als nur gut auszusehen, das habe ich erkannt. Darum liebe ich meinen Freund, denn er hat dazu noch einen tollen Charakter. Jetzt sehe ich positiv in die Zukunft
Liebe Grüße Martin
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Grüß dich Martin,
gratuliere dir zu deinem Coming-Out. Sich annehmen, wie man ist, war schon immer der einzigste wahre Weg. Und du siehst, wie glücklich du dabei bist.
Liebe Grüße aus Berlin wünscht dir Martin
Artikel erstellt am 23.10.2009 von Martin






