» Coming-Out-Stories
» Coming-Out einsenden
» SOS-Beratung
» HIV & Aids
» Gruppen-Blog
» Gruppensuche
» Community-Guide
» Jugendrat
» Engagieren
» Jetzt spenden
» Community-Partner
» Patenschaften
» Basics
» Newsblog
» Presselounge
» Bundestreffen
» GayUnion e.V.
» Surftipps
» Kontakt
22.05.2012 00:24
Bin ich zu alt ?
Letzten Beitrag anzeigen
21.05.2012 20:54
Himmelblau
Letzten Beitrag anzeigen
21.05.2012 13:27
SOS Sexunfall
Letzten Beitrag anzeigen
21.05.2012 10:05
Hochzeit der Vampire
Letzten Beitrag anzeigen
18.05.2012 20:53
Träume aus Einsamkeit
Letzten Beitrag anzeigen
18.05.2012 10:36
Noch nie gesehen!
Letzten Beitrag anzeigen
18.05.2012 00:03
Schwule Frau / Girlfag
Letzten Beitrag anzeigen
13.05.2012 17:25
Wer twittert von euch?
Letzten Beitrag anzeigen
Username oder E-Mail:

Passwort:

» Noch keinen Account?
» Passwort vergessen?
Die Seite wird geladen...
Load...

JavaScript und Cookies aktiviert?
GayUnion e.V. - Leben - Coming-Out-Stories
Startseite » Leben » Coming-Out-Stories » Sara wurde als Junge geboren

» Sara wurde als Junge geboren

Ich verliebte mich in Mädchen ABER nicht als Junge


Vor nun etwas mehr als 21 Jahren wurde ich geboren - im falschen Körper, wie es sich herausstellte. Wie merkte ich das alles? Nun, im Kindergarten fing das schon so etwas an.

Ich kam mit den Jungs nicht klar, verstand ihr Verhalten nicht so recht und… es war interessant bei den Mädels. Den Grund oder eine Erklärung für das Gefühlte kannte ich nicht, aber in dem Alter macht man sich auch keine Gedanken darüber. Es war eben "anders"... Was störte mich am Verhalten der Jungs? Nun, wie sage ich immer "Wer hat den größeren?". Genau das war es zum Beispiel, was ich nicht verstand. Wieso waren die so? Wieso waren die alle so grob? Wo waren die Gefühle? Viele Probleme.

Die Schulzeit kam nun irgendwann, es kam das Klassenkollektiv und das Theater ging so richtig los. Ich wurde ausgegrenzt, verachtet, war Einzelgängerin. Doch warum? Vom Verhalten war ich eben nie männlich, die Jungs merkten das und Kinder sind da leider sehr sehr grausam, aber was will man tun? Sie wollen einen nicht, weil man anders ist, zu den Mädels würde man gerne gehen, aber sie betrachten einen als Jungen, was leider unweigerlich zur Ausgrenzung führt. Etwas Halt hatte ich aber durch meine damalige Freundin, mit der ich sehr viel Zeit nach und in der Schule verbrachte - wir kamen echt super aus. Leider zog sie nach der 4. Klasse weg und ab der 5. in der neuen Schule stand ich wieder allein da. Wieder die gleichen Probleme.

Ab der 7. Klasse kamen dann die Gedanken allmählich auf, wo ich mir wünschte, doch als Mädchen geboren worden zu sein: Ich wünschte mir, dass tun und lassen zu dürfen, was die Mädels so machen, aber es schickt sich ja als Junge nicht. Ja auch die Liebe fiel nicht aus. Ich verliebte mich in Mädchen ABER nicht als Junge. Mit der männlichen Sexualität hatte ich schon immer arge Probleme, was die Pubertät ja nur verstärkte, ich hasste die männlichen Gefühle. Ich verachtete es. Ich schob Panik, dachte ich nur daran, die heterosexuelle Beziehung zu leben als "Mann". Nun ja, die Jahre vergingen, die Gedanken verschwanden und kamen wieder, Träume vom Leben als Mädchen entstanden, es hörte ja nicht auf.

Nun im Jahr 2011 kam der Umschwung, es musste etwas getan werden. Ich machte eher unbewusst Andeutungen in der Familie, bekam den richtigen Anstoß durch einen sehr guten Kumpel. Ich habe mich in der Familie geoutet und das gleich doppelt. Warum doppelt? Erstmal musste ich allen verständlich machen, dass ich ein Mädchen werden möchte und lesbisch bin. Mit Männern kann ich mir gar nicht vorstellen, "Mann" bleiben kann ich nicht und ich stehe halt auf Frauen - nicht einfach zu verstehen, wie das funktionieren kann - aber es ist so.

Mutti und fast alle Freunde haben das sehr gut aufgenommen. Mutti wusste schon immer, dass etwas seltsam ist, ich nie "Mann" war, eine meiner beiden Schwestern wusste es auch. Vati will lieber seinen Sohn behalten, aber auch er scheint es allmählich aber langsam zu verstehen. Also das Doppelouting lief dann doch relativ problemlos ab. :-)

Wie sieht nun die Behandlung aus?
Ich bin in psychotherapeutischer Behandlung, vor Gericht läuft die Vornamens- und Personenstandsänderung und ich befinde mich in der Hormontherapie, bei welcher ich jeden Tag bis zur OP Testosteronblocker nehme und einmal wöchentlich Estradiol gespritzt bekomme. In ca. einem Jahr kann ich dann endlich die angleichende OP beantragen, welche in 2 Schritten ausgeführt wird.

Durch die Therapie geht es mir jetzt endlich sehr gut, vor allem psychisch. Ich lebe endlich und das ist das Schönste, was einem Menschen passieren kann. Ich lebe endlich als Frau, als lesbische Frau.

Sara findest Du bei GayUnion.de unter dem Usernamen Sara

Artikel erstellt am 02.11.2011 von Henning

Kommentare auf GayUnion.de Kommentare auf Facebook


Super Webhosting-Angebote von STRATO - Hier klicken!


GayMotion - Deine schwul lesbische Video Plattform im Netz