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…ein Update zum Welt-AIDS-Tag 2010
Wir schreiben den 01. Dezember 2010, zum 23. Mal begehen wir nun den Welt-AIDS-Tag. Es ist ein Tag der Mahnung geworden, aber auch ein Tag der Solidarität.
Circa 2,001 Milliarden Menschen betrachten heute AIDS noch als eine gefährliche Krankheit. 80 Jahre nachdem das erste Mal der Virus in Afrika verzeichnet wurde und 30 Jahre nach dem Ausbruch der Krankheit, ist das Thema HIV bzw. AIDS in den Köpfen der Gesellschaft (fast) nicht mehr vorhanden. In unserer Gesellschaft wird die Problematik nicht mehr wahrgenommen, jüngst hat sogar die Regierung den Etat für die AIDS-Prävention und Forschung um 0,5 Millionen Euro gekürzt. Es scheint so, als hätte man „die Furcht“ vor diesem Thema verloren, dennoch ist das Risiko angesteckt zu werden immer noch extrem groß.
Wir Homosexuellen, die durch das HI-Virus und AIDS zur Risikogruppe geworden sind, sollten sich immer vor Augen halten, dass es nach wie vor eine große Gefahr darstellt, aber wir sollten auch zeigen, dass wir die Infizierten und Kranken keineswegs im Stich lassen.
Es ist erschreckend, dass viele Menschen unaufgeklärt und unachtsam handeln. Nach dem RKI steigen die Zahlen der Neuinfektionen wieder an, so infizierten sich
allein in diesem Jahr ca. 3.000 Menschen, davon ca. 2.200 „Männer die mit Männern Sex haben“. „Wir müssen die jüngere Generation wieder wachrütteln und nicht nur daran denken die Krankheit zu bekämpfen“ dachte und sagte der Regisseur und Produzent Jean-Claude Schlimm und drehte den Film „House of Boys“, der am 29. November in Köln seine Premiere feierte und am 02. Dezember 2010 in den Kinos anläuft. In dem Film spielt AIDS eine zentrale Rolle
Angesicht der 12 Sekunden, in der sich ein Mensch auf der Welt mit dem HI-Virus infiziert, kommt dieser Film gerade jetzt genau richtig. Wir müssen weiter machen und aufklären, damit man sich (wieder) besser schützt. HIV ist zwar behandel-, aber NICHT heilbar!
Der Film ist eine wilde, glamouröse und farbenfrohe Geschichte,
die der dramatischen Reise des High-School-Jungen Frank im Jahr 1984 aus Luxemburg in eine aufregende Welt aus Sex, Tanz und Musik in das Herzen von Amsterdam folgt. Ganz und gar geht er in seinem neuen Leben
als Tänzer des bekannten Nachtclubs „House of Boys“ auf, der geführt wird von der exzentrischen Madame (Udo Kier).
Doch seine große Leidenschaft endet ganz plötzlich in einem Kampf um Mut und echte Gefühle, als er mit einer neuen Krankheit konfrontiert wird - dem noch weitgehend unbekannten AIDS. „House of Boys“ ist tragisch, doch es ist auch ein unterhaltsamer, praller Film mit skurrilen und bunten Figuren, die sich alle um eine große Liebesgeschichte reihen. „House of Boys“ ist vor allem aber auch ein Dokument der Zeit, als Aids noch völlig unerforscht war.
Es ist ein Film, der die Menschen, die noch etwas für ihre Gesundheit und gegen die Krankheit tun können, die Augen öffnen soll.
Passend zum Welt-AIDS-Tag hat der GayUnion e. V. spontan an seine Mitglieder 5x2 Freikarten für den Film „House of Boys“ am 02. Dezember 2010, in einer Stadt deiner Wahl verlost. An dieser kurzfristigen Aktion haben über 50 Vereinsmitglieder aus ganz Deutschland teilgenommen.
Nachfolgend die Gewinner:
- Matthias und Johannes für Köln
- Ronny für Leipzig
- Alexander für Frankfurt
- Thorsten für Saarbrücken
Seit wachsam und denkt immer daran: Kondome schützen!
Elias M ö g l i n g


Kommentare (5)
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@ Elias: Es stimmt schon ,jedoch efürchte ich dass zb. meine Klassenkameraden oder andere Menschen die sich nicht wie wir mit dieser Thematik beschäftigen (also wann spielt der Film , was für politsche Hintergründe usw) sehen dann einfach nur diese "Schwule-Seite" vom Leben. Ich habe einfach schon zu viele schlechte Erfahrungen im Bezug auf Klischee und HIV im Alltag. So kamen zb, schon mal Sprüche wie " Schwule haben doch eh Aids" und sowas verletzt mich. Ich wurde nur noch als "SCHWUL" und nicht mehr als Mensch wahrgenommen (und dies wird von den Medien auch stark unterstütz).
Selbstverständlich ist es wichtig auch Schwulen die Gefahr zu zeigen.
Hoffe ihr versteht was ich meine
Liebe Grüße
und viel Spaß beim Film
@Marcel: Klischee, vielleicht, aber dann eines was leider wahr ist! Denn (das mit dem schminken lasse ich jetzt mal außen vor) im Jahr 2010 haben sich allein in Deutschland 3.000 Menschen mit dem HI-Virus infiziert! Davon waren es 2.200-, also über ein drittel!!!, "Männer die mit Männern Sex" haben. Somit sind wir wie im Artikel auch erwähnt, zur Risikogruppe (eingestuft) (ge-)worden! Aoßerdem spielt der Film zu jener Zeit, in der AIDS auftrat und da diese Krankheit viele junge Männer damals hatten, wurde es ja auch "Schwulen-Seuche" genannt, ich denke, da der Film in den 1980´ern Jahren spielt passt das schon wie es ist. lg
Der Film ist Klischee... Schwule schminken sich und haben Aids.
Versteht mich nicht falsch aber ich hätte es besser gefunden wenn die Filmacher einen Heterosexuellen Jungen genommen hätten der sich durch Zufall mit HIV ansteckt. Ich kann nicht mehr auf dieses Klischee. Denn genau damit habe ich in meinem Leben zu kämpfen.
Was nicht heißt ,dass ich es nicht wichtig finde dass sich Schwule aufklären lassen.
lg
jja das hört sich doch ganz jut an, den film müssen wir sehen^^
Werde mir den Film auf jedenfall angucken :-) mal schauen, was mich erwartet. Mach jetzt mit und gewinnt 5 x 2 Freikarten für die deutschlandweite Premiere!