» Wie kann ich mich eigentlich testen lassen?
HIV-Antikörper-Test
Einige Gesundheitsämter verlangen etwa 10,00 Euro für einen HIV – Antikörper – Test
jedoch gilt diese Regelung nicht bei einkommensschwachen Personen z.B. Hartz 4-Empfänger oder Sozialhilfeempfänger. Beim Test wird Blut entnommen und auf das Vorhandensein von HIV-Antikörpern untersucht.
Ein HIV-Test ist prinzipiell nur dann sinnvoll, wenn tatsächlich ein Infektionsrisiko bestanden hat, d.h. in erster Linie (im Hinblick auf sexuelle Risiken) nach einem ungeschützten Anal- oder Vaginalverkehr mit einer Person, von der nicht bekannt ist, ob sie HIV-infiziert ist oder von der bekannt ist, dass sie HIV-infiziert ist. Oralverkehr beinhaltet ein geringeres, aber nicht völlig auszuschließendes Übertragungsrisiko, in erster Linie wenn es zur Aufnahme von Sperma oder Vaginalsekret in den Mund kommt.
Falls eine HIV-Infektion übertragen wird, fällt der Nachweis von Antikörper nach vier Wochen in ca. 60-65% der Fälle positiv aus, nach sechs Wochen sind ca. 80% der Infektionen nachweisbar, nach acht Wochen etwa 90% und nach zwölf Wochen etwa 95%. Wo zeitlich die Grenze für ein sicheres Testergebnis gezogen wird, ist in gewisser Weise
willkürlich. Nach unserer Erfahrung ist es extrem selten, dass eine Infektion erst später als zwölf Wochen nach dem möglichen Infektionsereignis nachweisbar wird und es ist durchaus denkbar, dass im einen oder anderen Fall, in dem längere Zeiten berichtet werden, es zwischenzeitlich doch noch ein neues Risiko gab, welches nicht angegeben wurde.
Ist ein Anteil von 5% der Infizierten, bei denen eine Infektion nach etwa zwölf Wochen noch nicht nachweisbar ist, nicht sehr viel? Die Angabe fünf Prozent bezieht sich auf alle tatsächlich Infizierten, nicht auf alle untersuchten Personen. In den meisten Einrichtungen, die HIV-Teste durchführen, ist aber nur etwa 1% der Untersuchten oder ein noch geringerer Prozentsatz HIV-positiv, davon sind die meisten schon längere Zeit infiziert, d.h. es handelt sich nicht um frische Infektionen. Personen mit einem frischen tatsächlichen Infektionsereignis (nicht Infektionsrisiko!) machen höchstens 10% der positiv Getesteten aus. Wenn man unter diesen Vorgaben hochrechnet, ist es etwa einer von 20.000 Untersuchten, bei denen eine frische Infektion nicht bereits nach zwölf Wochen nachweisbar ist -
auf Grund dieses Zahlenverhältnisses ist es unserer Ansicht nach gerechtfertigt, von einem extrem seltenen Ereignis zu sprechen. Eine Nachuntersuchung länger als 12 Wochen nach dem möglichen Infektionsereignis ist daher nach unserer Meinung nur in Ausnahmefällen sinnvoll, z.B. aus versicherungsrechtlichen Gründen bei beruflichen Expositionen oder wenn eine akute grippeähnliche Erkrankung (häufigste Symptome: Fieber, Allgemeinsymptome wie Kopf- und/oder Gliederschmerzen, flüchtiger Hautausschlag /Virusexanthem; unverdächtig ist hingegen eine "Erkältungssymptomatik" mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit) ohne offenkundige andere Ursache bis zu sechs Monate nach dem möglichen Infektionsereignis auftritt.
Ein Test macht erst ca. drei Monate nach einem Risikokontakt Sinn, so lange dauert es bis sich genügend Antikörper gebildet haben um diese nachweisen zu können. Etwa 7 Tage später liegt das Testergebnis vor, bei den Gesundheitsämtern werden grundsätzlich keine Ergebnisse telefonisch mitgeteilt - ihr bekommt in der Regel ein Termin mit einem Beratungsgespräch.
Ein persönliches Gespräch ist immer sinnvoll gerade dann, wenn ihr ein positives Ergebnis mitgeteilt bekommt so habt Ihr einen Ansprechpartner der dir behilflich ist bei der Suche nach einer Aids – Beratungsstellen oder dir allgemeine Tipps geben kann, was du als nächste tun solltest. Auch wenn der HIV – Antikörper – Test negativ ist bekommst du auch dazu die Antworten beim Gesundheitsamt. Telefonnummer und Adresse Eures Gesundheitsamt, geben wir euch gern telefonisch durch - 08 00 - 66 44 66 4
jedoch gilt diese Regelung nicht bei einkommensschwachen Personen z.B. Hartz 4-Empfänger oder Sozialhilfeempfänger. Beim Test wird Blut entnommen und auf das Vorhandensein von HIV-Antikörpern untersucht.Ein HIV-Test ist prinzipiell nur dann sinnvoll, wenn tatsächlich ein Infektionsrisiko bestanden hat, d.h. in erster Linie (im Hinblick auf sexuelle Risiken) nach einem ungeschützten Anal- oder Vaginalverkehr mit einer Person, von der nicht bekannt ist, ob sie HIV-infiziert ist oder von der bekannt ist, dass sie HIV-infiziert ist. Oralverkehr beinhaltet ein geringeres, aber nicht völlig auszuschließendes Übertragungsrisiko, in erster Linie wenn es zur Aufnahme von Sperma oder Vaginalsekret in den Mund kommt.
Falls eine HIV-Infektion übertragen wird, fällt der Nachweis von Antikörper nach vier Wochen in ca. 60-65% der Fälle positiv aus, nach sechs Wochen sind ca. 80% der Infektionen nachweisbar, nach acht Wochen etwa 90% und nach zwölf Wochen etwa 95%. Wo zeitlich die Grenze für ein sicheres Testergebnis gezogen wird, ist in gewisser Weise
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Ist ein Anteil von 5% der Infizierten, bei denen eine Infektion nach etwa zwölf Wochen noch nicht nachweisbar ist, nicht sehr viel? Die Angabe fünf Prozent bezieht sich auf alle tatsächlich Infizierten, nicht auf alle untersuchten Personen. In den meisten Einrichtungen, die HIV-Teste durchführen, ist aber nur etwa 1% der Untersuchten oder ein noch geringerer Prozentsatz HIV-positiv, davon sind die meisten schon längere Zeit infiziert, d.h. es handelt sich nicht um frische Infektionen. Personen mit einem frischen tatsächlichen Infektionsereignis (nicht Infektionsrisiko!) machen höchstens 10% der positiv Getesteten aus. Wenn man unter diesen Vorgaben hochrechnet, ist es etwa einer von 20.000 Untersuchten, bei denen eine frische Infektion nicht bereits nach zwölf Wochen nachweisbar ist -
auf Grund dieses Zahlenverhältnisses ist es unserer Ansicht nach gerechtfertigt, von einem extrem seltenen Ereignis zu sprechen. Eine Nachuntersuchung länger als 12 Wochen nach dem möglichen Infektionsereignis ist daher nach unserer Meinung nur in Ausnahmefällen sinnvoll, z.B. aus versicherungsrechtlichen Gründen bei beruflichen Expositionen oder wenn eine akute grippeähnliche Erkrankung (häufigste Symptome: Fieber, Allgemeinsymptome wie Kopf- und/oder Gliederschmerzen, flüchtiger Hautausschlag /Virusexanthem; unverdächtig ist hingegen eine "Erkältungssymptomatik" mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit) ohne offenkundige andere Ursache bis zu sechs Monate nach dem möglichen Infektionsereignis auftritt.Ein Test macht erst ca. drei Monate nach einem Risikokontakt Sinn, so lange dauert es bis sich genügend Antikörper gebildet haben um diese nachweisen zu können. Etwa 7 Tage später liegt das Testergebnis vor, bei den Gesundheitsämtern werden grundsätzlich keine Ergebnisse telefonisch mitgeteilt - ihr bekommt in der Regel ein Termin mit einem Beratungsgespräch.
Ein persönliches Gespräch ist immer sinnvoll gerade dann, wenn ihr ein positives Ergebnis mitgeteilt bekommt so habt Ihr einen Ansprechpartner der dir behilflich ist bei der Suche nach einer Aids – Beratungsstellen oder dir allgemeine Tipps geben kann, was du als nächste tun solltest. Auch wenn der HIV – Antikörper – Test negativ ist bekommst du auch dazu die Antworten beim Gesundheitsamt. Telefonnummer und Adresse Eures Gesundheitsamt, geben wir euch gern telefonisch durch - 08 00 - 66 44 66 4
Artikel erstellt am 30.12.2007 von Benedikt


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