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Der GayUnion Gruppen-Blog der gaycliquen
Startseite » Blog » GayCliquen » Die IsarClique erlebt Kultur

München » Die IsarClique erlebt Kultur

Unterwegs in der Langen Nacht der Münchener Museen

Einmal im Jahr starten die Münchener Museen eine ganz besondere PR-Aktion. Statt wie gewöhnlich tagsüber, während die meisten Menschen ihrer Arbeit nachgehen müssen, öffnen sie ihre Türen nachts zwischen 19 und 2 Uhr. Das haben wir zum Anlass genommen, mal eine kulturelle Unternehmung zu wagen.

Natürlich wäre es kein GayCliquen-Treffen, hätte es seinen Beginn nicht in der Szene - dem Münchener Glockenbachviertel. Hier trafen wir uns am Samstag gegen 19 Uhr zu einer gemeinsamen Stärkung, bevor wir die Museen in der besonderen Atmosphäre der Nacht erkunden wollten. Etwa um 20:30 Uhr waren wir dann bereit auf Entdeckungsreise zu gehen und legten uns ein kleines Programm zurecht.

Als erstes sollte es demnach ins Völkerkundemuseum gehen, das nicht weit vom Szeneviertel entfernt liegt. Mit der Straßenbahn machten wir uns also auf den kurzen Weg dorthin. Doch als erstes brauchten wir unsere Tickets. Für 15 Euro bekamen wir dann den Eintritt in alle teilnehmenden Museen sowie die freie Benutzung der Verkehrsmittel während dieser Nacht. Nun konnte es losgehen. Eine große Steintreppe führte uns in das Obergeschoss, wo die ersten Teile der Ausstellung, Indien, Afrika und der Islam gezeigt wurden. Bereits hier erwartete uns die erste Besonderheit dieser Veranstaltung: Das Museum hatte extra einen A-capella-Chor engagiert, der auf der Treppe den ganzen Abend mehr oder weniger bekannte Stücke zum Besten gab. Nachdem wir den ersten Teil durchhatten, konnten wir uns im zweiten Stock noch die Ausstellung zu Nord-, Mittel- und Südamerika, sowie die Gastausstellung über Ozeanien ansehen. Ein paar der erstaunlichsten Exponate hat Fabian dann mit seiner Kamera ganz professionell festgehalten.

Etwa eineinhalb Stunden später waren wir mit dem Völkerkundemuseum durch und es sollte zum nächsten Punkt des Programms gehen. Eigentlich wäre das Nahverkehrsmuseum der Münchener Verkehrsgesellschaft an der Reihe gewesen. Da dieses jedoch auf der anderen Seite der Stadt lag und alleine die Fahrzeit länger gedauert hätte als vermutlich der Besuch dort, entschlossen wir uns, das ein anderes Mal nachzuholen.

Stattdessen zogen wir die neue errichtete BMW-Welt und das komplett renovierte und erweiterte BMW-Museum vor, das bisher von uns noch keiner in seiner neuen Form gesehen hatte. Die BMW-Welt versprach interaktive Erfahrungen mit den neuesten Innovationen der Münchener Automarke. Schade nur, dass offenbar die Nachricht über die Museumsnacht bei der BMW-Welt nicht angekommen war, obwohl sie explizit im Führer genannt war. Die besten Ausstellungen hatten leider regulär geschlossen. So blieb uns nur, die neuesten Modelle aus der Nähe zu betrachten, die verschlossenen Türen enttäuscht zur Kenntnis zu nehmen und mit dem BMW-Museum fortzufahren.

Hier wurde dann allerdings wieder einiges geboten. Eigens für diese Nacht war ein DJ engagiert worden, der mit einem leichten Loungemix die komplett überarbeitete Ausstellung untermalte. Zwar war auch hier ein Teil, nämlich die Wechselausstellung, aus irgendeinem Grund geschlossen, die Dauerausstellung im neuen Gebäude dagegen war geöffnet und so bot sich uns eine Show aus historischen und neuen Exponaten von BMW gepaart mit einigen multimedialen Spielereien, von denen wir uns kaum noch losreißen konnten. Auch hier war das Fotografieren erlaubt und so hat Fabian wieder  ein paar Eindrücke dieses Kontrastprogramms zu den für einige sonst etwas verstaubt wirkenden Museen eingefangen. Als wir uns dann doch noch an dieser Präsentation des modernen Autobaus sattgesehen hatten, war die Museumsnacht auch schon fast wieder vorbei, sodass sich zeitlich leider kein weiterer Besuch mehr gelohnt hätte. Angesichts der fortgeschrittenen Stunde haben wir also unser Treffen aufgelöst, mit dem Vorsatz, nächstes Jahr vielleicht noch ein paar andere Museen zu erkunden. Dann vielleicht mit noch ein paar mehr Leuten...

Artikel erstellt am 06.11.2008 von Fabian

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