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Der GayUnion Gruppen-Blog der gaycliquen
Startseite » Blog » GayCliquen » XXXII. CSD in Berlin

Berlin » XXXII. CSD in Berlin

GayUnionler zeigen wer sie sind!

Man macht sich bereit für das Event. Die Berliner Mitglieder des Gayunion e.V. organisieren und planen, besprechen sich. Mitglieder aus allen Ecken Deutschlands packen, (vor allem gute Laune ein) reisen zur Unterstützung an. Und alle verfolgen das gleiche Ziel, den 32. Christopher Street Day (CSD). Man möchte dabei sein, sich präsentieren und zeigen, demonstrieren und Spaß haben.

Normal ist anders
Unter dem diesjährigen Motto „Normal ist anders“ nahmen wieder Hundertausende an dem CSD in Berlin teil. In der Bundeshauptstadt  versammelten sich Schwule und Lesben, Trans-, Bi- und Intersexuelle, sowie Transgender,  um zu demonstrieren. Der Christopher Street Day sollte erinnern, an den Aufstand 1969, gegen Polizei-Razzien in New York.

Erst am 12.06.2010 gab es in Berlin eine Messerattacke auf ein schwules Pärchen; „Solange es Angriffe und Diskriminierung auf Homosexuelle gibt, muss man für Gleichberechtigung kämpfen“; so der Bürgermeister der Stadt, Klaus Wowereit, der auch einer der vielen Teilnehmer war. Der CSD, ein Fest und eine politische Veranstaltung in einem, der Organisator (CSD Berlin e.V.) stellte verschiedene Forderungen:   
 
● Inter- und transsexuellen Menschen muss ein selbstbestimmtes, diskriminierungsfreies Leben ermöglicht werden.

● Queere Familien müssen rechtlich gleichgestellt und abgesichert werden.

● Berlin braucht ein Aktionsprogramm für sexuelle Gesundheit

● Die verfolgten Homosexuellen in Deutschland müssen moralisch und materiell rehabilitiert werden

● Respekt muss auf Gegenseitigkeit beruhen.

Diese Forderungen untermauerten das Motto und das Thema „Normalität/Normativität. Der 32. CSD Berlin stellte die Einteilung in normal und ab-normal in Frage. Die Boten, die das Motto mitteilten, waren in diesem Jahr Engel, diese teilten den Menschen mit, dass es ganz normal ist, dass Engel anders sind.


 
„Sei ein Engel und bring deine Flügel mit“
„Engel. Sie gelten als Beschützer und Begleiter, als Boten Gottes, als rein und unschuldig, stark und zärtlich. Man stört sich nicht daran, dass sie geschlechtslos sind, mal männlich, mal weiblich, dass sie gewalttätig und fehlbar sein können. Ihre Unsterblichkeit fasziniert und wenn ein Engel abstürzt, wird er als gefallener Engel bewundert. Denn es ist ganz normal, dass Engel völlig anders sind.“
[ Quelle: www.csd-berlin.de]


Freiheit und Frohsinn


Aber auch an Frohsinn und guter Laune hat es den ca. 500.000 Teilnehmern nicht gefehlt, es wurde gefeiert, die Freiheit, das passte auch, denn zum ersten Mal endete die Parade am Brandenburger Tor, dem Zeichen schlecht hin, für Einigkeit und Recht und Freiheit.  53 Fahrzeuge und 11 Fußtruppen starteten, am 19. Juni 2010 um 13:00 Uhr; nachdem die Parade von Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit und der Vorsitzenden der Grünen, Renate Künast, eröffnet worden war; am Kurfürstendamm und zogen, unter Beifall,  mit auffallenden, schrillen und bunten Kostümen oder nackt, großen Bannern und lauter Musik durch Berlin -  und der Gayunion e.V. war selbstverständlich auch mit dabei. Einige Mitglieder des Vereins aus allen Ecken Deutschlands fuhren am Freitag los, um dann dort auf die Gayclique Berlin zu stoßen, die zum ersten Mal aktiv als Gruppe dabei war, und gemeinsam nahmen wir dann, an der CSD Parade, teil. Regen war durch die Meteorologen angesagt worden, es war auch windig und bewölkt – wir ließen uns nicht abschrecken und siehe da, Punkt 13:00 Uhr brach das Himmelsfirmament auf und die Sonne begleitete den CSD von Anfang bis Ende, die Stimmung kam in Schwung, war herrlich mitreißend. Gegen 18:00 Uhr kam die Parade in der „Straße des 17. Juni“ allmählich zum stehen.  Der Christopher Street Day 2010 in Berlin war eine gelungene Veranstaltung,  die wieder einmal zwei Welten etwas näher aneinander gebracht haben. Wir haben abgetanzt, gelacht, gefeiert. Es war riesig, und wir sind dankbar, dabei gewesen sein zu dürfen.

CSD 2010 - Köln

Für alle, die bei diesem geilen Ereignis nicht dabei waren gibt es ja noch weitere CSD´s in verschiedenen Städten, am 04. Juli 2010 natürlich auch in Köln. Der Gayunion e.V. wird dann  auch wieder vertreten sein und wir freuen uns über jeden, der mit uns mitmachen möchte. Nach der Parade gibt es um 19:00 Uhr auch noch die super-coole Open-Air-Party zum Abschluss des Tages. Jeder der Lust hat darf kommen, in das Autokino in Köln-Porz. Um 22:30 Uhr gibt es dann obendrauf auch noch den Film „ Harvey Milk“ zu sehen. Wir werden eine saugeile Zeit erlebt haben werden. Und wir, wir sehen uns , bis dahin euch allen eine gute Zeit.

Artikel erstellt von Elias und Timmeey (Gruppenleiter Berlin)

Artikel erstellt am 22.06.2010 von Elias


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