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Köln » GayKK, die Zweite

Textilfreies Baden im Aqualand Köln


Gleicher Ort, gleiche Zeit und doch ganz anders als beim ersten Mal: Das zweite Treffen der Nacktbadegruppe am 13.10.2008 im Kölner Aqualand aus Axels Sicht.

Mein Navi prognostizierte eine Ankunftszeit von 19:12, das Treffen war um 19:00 angesetzt. Ich war wie üblich spät dran. Glücklicherweise hatte unser Gruppenleiter wohl eine Reserve von einer halben Stunde eingeplant, denn den ermäßigten Eintritt gibt's erst ab halb acht. Auf der A3 kam ich gut voran. Ich hatte mir den Verkehr um diese Zeit nach den düsteren Schilderungen eines Arbeitskollegen schlimmer vorgestellt. Als um kurz nach sieben mein Handy klingelte, erschrak ich. Das war wohl das leibhaftige schlechte Gewissen!^^ Rangegangen bin ich natürlich nicht. Kein Sex ohne Kondom und kein Handy am Steuer!
Am Ziel angekommen stellte ich meinen Wagen auf dem Parkplatz ab und ging rasch in Richtung Eingang. Allerdings konnte ich niemanden von uns entdecken. Entweder war ich der erste oder die anderen waren schon reingegangen. Beides erschien mir unwahrscheinlich. Also blieb ich an der Holzbrücke vor dem Eingang stehen und zückte mein Handy. Andi hatte mich vorhin angerufen. Es klingelte ein paarmal, bevor er ranging. "Hi Andi!" sagte ich, "wo bist du gerade?" -- "Ganz in deiner Nähe. Wir können dich sehen!" Was hatte das jetzt wieder zu bedeuten? War ich vollkommen plemplem? Ich ging weiter auf den Eingang zu. Da sah ich Andi und Marcel in einer Nische rechts neben der Türe...

Dabei waren auch Alexander und ein Freund von ihm, Ali genannt, und später Steffen. Sebastian war dieses Mal leider verhindert. Hatte er vielleicht etwas Besseres vor?^^ Zu unserer Überraschung fand auch Thommy, ein Freund von Steffen, unabhängig von uns den Weg ins Aqualand. Ich kannte Thommy flüchtig von einem Discobesuch. Als sich um halb acht niemand sonst aus unserer Gruppe gemeldet hatte, betraten wir die Anlage. Wie beim letzten Mal auch benutzten wir die Umkleide im Saunabereich und ließen den Badespaß mit einem Besuch der Außensauna beginnen. Trotz der Jahreszeit waren es draußen 17 Grad! Da konnten wir uns nach einer kalten Dusche auch noch recht lange draußen im Pool aufhalten.

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Dann gingen wir zu den Rutschen. Dieses Mal fingen die anderen mit den beiden röhrenförmigen Rutschen an, die unter dem Dach beginnen und über eine Wendeltreppe zu erreichen sind. Die längere, laut Webseite "Blauer Wal" genannt, ist 120 Meter lang. Der "Grüne Hai" ist mit 115 Metern etwas kürzer, besitzt aber einen zwanzig Meter langen, völlig dunklen Abschnitt. Nichts für mich, dachte ich mir, und wartete an der Mündung der Rutschen auf die anderen. Danach nahm sich jeder einen Sitzreifen, die neben dem Mündungsbereich der Rutschen zu finden sind, und wir begaben uns zu den 70 bzw. 80 Meter langen Wildwasserbahnen. Die waren mir schon vom letzten Mal als Riesenspaß in Erinnerung. Leider verlor ich dieses Mal mitten auf der Bahn den Halt und kippte vom Reifen. An einer ruhigen, flachen Stelle kam ich zum Stillstand. Zu allem Überfluss rutschte mir auch noch der Schlüssel vom Handgelenk, den ich gerade noch aufheben konnte, bevor er von der nächsten Stromschnelle mitgerissen wurde. Als ich versuchte, den Schlüssel wieder anzulegen, merkte ich, dass die Schnalle kaputt war. Also hielt ich den Schlüssel bis zum Ende der Rutsche in der Hand und ging dann zurück zur Umkleide, um den Schrank und damit den Schlüssel zu tauschen.

Als ich zurückkam, gingen gerade alle Lichter aus und es begann die Lasershow, die ab Oktober jeden Abend nach Einbruch der Dunkelheit stattfindet. In der Nähe des Eingangs traf ich Thommy, der mir erklärte, dass man sich das Spektakel am besten von der gegenüberliegenden Seite aus ansieht, weil man dann direkt in die Strahlen hineinblickt. Er selbst würde stattdessen auf den 21 Uhr-Aufguss warten. Also ging ich um das Becken herum. Dort waren auch die anderen aus unserer Gruppe und ich begab mich zu ihnen ins Wasser. Die Lasershow hatte es wirklich in sich! Die Strahlen wurden durch künstlichen Nebel sichtbar gemacht, und in den Wasserfontänen funkelte das Licht. Eine halbe Stunde lang sah man die schönsten Farbenspiele! Dazu gab es eine reizvolle Musikuntermalung. Zwei Stücke kannte ich gut, nämlich "Children" von Robert Miles (1995) und "Gold" von Spandau Ballet (1983). Es waren jedoch auch ganz andere Musikrichtungen zu hören, z.B. Techno.

Nachdem die Lasershow vorbei war, hatten viele von uns Hunger und wir gingen gemeinsam zur Bar. Dort erklärte man uns, dass die Küche bereits geschlossen hätte. Trotzdem war man freundlicherweise bereit, uns noch ein paar Pizzen in den Ofen zu schieben. So kamen wir doch noch in den Genuß eines leckeren Essens. Später stieß noch Thommy zu uns und er, Steffen und ich unterhielten uns eine ganze Weile, während die anderen wieder schwimmen gingen. Nachdem Thommy sich von uns verabschiedet hatte, gingen wir nach draußen zu den anderen in den Pool. Wenig später gingen wir zum Aufwärmen kurz in die Sauna und danach zogen wir uns an. Draußen vor dem Eingang wurden noch Fotos gemacht. Andi verabschiedete sich anschließend, weil er am nächsten Morgen früh aufstehen musste, und die anderen fünf fuhren in die Kölner Szenekneipe Mumu, um dort den Abend ausklingen zu lassen. Diesmal war Alex derjenige, der nicht fahren brauchte und bedenkenlos Alkohol trinken konnte. Steffen dagegen versüßte sich seinen Kakao mit Unmengen von Zucker. Gegen 1:00 brachen dann alle nach Hause auf. So endete unser zweiter Nacktbadetag, der mir ebenfalls noch lange unvergessen bleiben wird.



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Artikel erstellt am 18.10.2008 von Steffen


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